Digitaler Gottesdienst zum 25. Sonntag im Jahreskreis - 20.9.2020

Begrüßung

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Herzlich willkommen!
Und schön, dass Sie da sind!
Mit allen Christinnen und Christen unserer Gemeinde hier in Wesel dürfen wir uns jetzt gerade verbunden fühlen – zu Hause, in den Kirchen – überall dort, wo Gottesdienst gefeiert wird und Jesus mitten unter uns ist.

Kreuzzeichen

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Beginnen wir im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Einleitung

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Wir dürfen glauben, dass Gott sich jedem Menschen in gleicher Weise zuwendet; jede und jeder soll auf dieser Erde in Würde leben können. Unser Engagement als Christen stärkt deshalb die sozial und wirtschaftlich Ausgegrenzten, damit sie teilhaben an der großen Gerechtigkeit Gottes.
Wir dürfen auf Gottes Zusage vertrauen. Er steht uns bei, unsere Welt zu verwandeln und er geht mit uns den Weg, zuallererst uns selbst zu verändern.

 

GL 144

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Nun jauchzt dem Herren, alle Welt.
Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt;
kommt mit Frohlocken, säumet nicht,
kommt vor sein heilig Angesicht.

Tagesgebet

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Gott, du allein kannst wirklich Hoffnung schenken,
ich kann helfen, dass Menschen einen Grund zur Hoffnung sehen.
Gott, du allein kannst wirklichen Frieden schaffen,
ich kann durch meine Fairness dazu beitragen, dass Frieden herrscht.
Gott, du allein bist der Weg,
ich kann diesen Weg gehen und andere mitnehmen.
Gott, du allein bist Gerechtigkeit, ich kann jeden Tag versuchen, für Gerechtigkeit in meinem Leben zu sorgen.
Schenke uns den Mut, Neues zu wagen. Darum bitten wir dich durch Christus Jesus, unseren Bruder. Amen

Lesung aus dem Evangelium nach Matthäus

Mt 20,1-16a

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In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:
Mit dem Himmelreich
ist es wie mit einem Gutsbesitzer,
der früh am Morgen hinausging,
um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben.
Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denár für den Tag
und schickte sie in seinen Weinberg.
Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus
und sah andere auf dem Markt stehen,
die keine Arbeit hatten.
Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!
Ich werde euch geben, was recht ist.
Und sie gingen.
Um die sechste und um die neunte Stunde
ging der Gutsherr wieder hinaus
und machte es ebenso.
Als er um die elfte Stunde noch einmal hinausging,
traf er wieder einige, die dort standen.
Er sagte zu ihnen:
Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig?
Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben.
Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!
Als es nun Abend geworden war,
sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter:
Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus,
angefangen bei den Letzten,
bis hin zu den Ersten!
Da kamen die Männer,
die er um die elfte Stunde angeworben hatte,
und jeder erhielt einen Denár.
Als dann die Ersten kamen,
glaubten sie, mehr zu bekommen.
Aber auch sie erhielten einen Denár.
Als sie ihn erhielten, murrten sie über den Gutsherrn
und sagten: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet
und du hast sie uns gleichgestellt.
Wir aber
haben die Last des Tages und die Hitze ertragen.
Da erwiderte er einem von ihnen:
Freund, dir geschieht kein Unrecht.
Hast du nicht einen Denár mit mir vereinbart?
Nimm dein Geld und geh!
Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir.
Darf ich mit dem, was mir gehört,
nicht tun, was ich will?
Oder ist dein Auge böse,
weil ich gut bin?
So werden die Letzten Erste sein
und die Ersten Letzte.

GL 400

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Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen,
erzählen will ich von all seinen Wundern und singen seinen Namen.
Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen.
Ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir! Halleluja.

 

Gedanken zum Evangelium

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Der Gutsbesitzer im heutigen Evangelium zahlt seinen Arbeiter*innen am Ende des Tages einen Denar. Haben Sie eine Schätzung, in wieviel Euro wir einen Denar heute ungefähr umrechnen können?

Es geht um etwa fünf Euro.

Über fünf Euro bricht Unzufriedenheit und Gemurre derjenigen Arbeiter aus, die seit dem frühen Morgen im Weinberg geschuftet haben. Sie sehen mit an, wie diejenigen, die nur eine kurze Zeit am Nachmittag mit angepackt haben, ebenso wie sie fünf Euro erhalten. Gleicher Lohn für ungleiche Arbeit. Das stößt auf.
Trotzdem bezahlt der Gutsbesitzer nicht ungerecht. Schließlich haben sich die Arbeiter*innen des frühen Morgens mit ihm auf den Lohn geeinigt, nach dem sie nun auch bezahlt werden.
Und schauen wir uns nochmal die Höhe des Geldbetrags an. Fünf Euro am Tag reichen kaum, um eine Familie am Abend satt zu machen. Jeder dieser Tagelöhner*innen, egal ob am Morgen oder am Nachmittag angeworben, gehört bereits zu einer armen und prekären Gruppe – ohne Festanstellung und Grundversorgung durch einen Herrn. Sie leben sprichwörtlich von der Hand in den Mund. Dass da ein jeder und eine jede, die gearbeitet hat, mit einem Geringstverdienst von fünf Euro nach Hause gehen kann, um dort die hungrigen Kinder und Hausangehörigen zu versorgen, ist doch immerhin minimal gerecht.

Warum erzählt die Geschichte ausgerechnet von Tagelöhnern? Die Tagelöhner*innen stehen für die Kleinsten und Geringsten der Gesellschaft. Genau sie werden im Evangelium wieder einmal herausgestellt – auf sie wird Wert gelegt. Und auch ihnen und gerade ihnen wird Verantwortung für Gerechtigkeit übertragen. Schließlich müssen sie erst einmal ganz konkret verstehen, dass es am Ende des Tages für einen jeden und eine jede reichen muss, die gearbeitet hat. Das ist Solidarität im scheinbar Kleinen – aber genau da beginnt sie!
Bei uns selbst muss das Vergleichen von mehr und weniger, Verdientem und Unverdientem erst einmal aufhören. In unseren kleinsten gesellschaftlichen Einheiten – als Paar, als Familie, als Kolleg*innen – heißt es zu lernen, dass es für jeden reichen soll, dass niemand mit zu wenig zum Leben nach Hause gehen darf.
Was es bedeutet, in unserem konkreten Alltag gerecht zu entlohnen, gerecht zu bewerten oder auch gerecht einzukaufen – das ist oft echte Anstrengung, vor der wir uns hoffentlich nicht drücken. Ich fühle mich angesprochen – ganz so wie die Arbeiter*innen im Weinberg:
Umdenken in meinem konkreten Alltag:
- Es soll für alle reichen
- Jede und jeder trägt bei, was möglich ist
- Genau das wird ohne Unterschiede belohnt
Mit solch einem Gerechtigkeitssinn können wir dann hoffentlich den oft noch größeren Ungerechtigkeiten auf unserem Planeten begegnen.
Es fängt bei uns an – im scheinbar Kleinen. Gemeinsam sind wir zur Verantwortung gerufen!

Fürbitten

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Wir sehnen uns nach umfassender Gerechtigkeit und leben gleichzeitig in Widersprüchen – jede und jeder von uns. – So, wie wir sind, kommen wir vor dich, Gott, und bitten:

  • Wir beten für alle Menschen, die sich täglich um Gerechtigkeit bemühen – im Kleinen und im Großen, und für die, denen sie widerfährt.

V: Barmherziger Gott – A: Wir bitten dich, erhöre uns

  • Für die über zwölftausend Kinder, Frauen und Männer aus dem Lager Moría auf Lesbos, die nach der Feuerkatastrophe obdachlos sind und alles verloren haben.
  • Für Menschen überall auf der Welt, die unter Naturkatastrophen leiden oder unter anderen Folgen des Klima-Wandels. Wir denken besonders auch an Kalifornien, wo sie vor Waldbränden fliehen oder als Feuerwehren dagegen ankämpfen.
  • Für alle, die für kranke Menschen da sind, die alte Menschen pflegen oder Sterbende auf ihrem letzten Weg begleiten.
  • Und für alle, an die wir jetzt in einer kurzen Stille denken.

Guter Barmherziger Gott, weil du Gerechtigkeit und Liebe bist, hoffen wir auf wirkliches Leben für die ganze Welt und für uns selbst. Wir danken dir und loben dich, heute und morgen und bis in deine Ewigkeit. Amen

Vater unser

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Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet

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Menschenfreundlicher, gütiger Gott!
Die Gegensätze in der Welt klagen uns an.
Reichtum und Armut, Hunger und Überfluss stehen unversöhnlich einander gegenüber.
Hilf uns und allen Menschen guten Willens, diese Gegensätze nicht zu verschärfen, sondern uns für Solidarität und Gerechtigkeit durch Wort und Tat einzusetzen.
Darum bitten wir dich durch Christus Jesus, unseren Bruder. Amen.

Segen

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Gott,
stärke, was in uns wachsen will,
schütze, was uns lebendig macht,
behüte, was wir weitertragen,
bewahre, was wir freigeben,
und segne uns, wenn wir aufbrechen zu dir.

GL 822

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Zeige uns den Weg, wenn der Morgen winkt;
zeige uns den Weg, wenn die Sonne sinkt.

Kv      Zeige uns den Weg, zeige uns den Weg, zeige uns den Weg, der zum Ziel uns bringt.

Zeige uns den Weg, wenn uns nichts bedrückt;
zeige uns den Weg, wenn uns manches glückt. Kv

Zeige uns den Weg, wenn wir ratlos sind;
zeige uns den Weg, wenn uns nichts gelingt. Kv

Zeige uns den Weg, hier in dieser Zeit;
zeige uns den Weg in die Ewigkeit. Kv

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