Digitaler Gottesdienst am Siebten Sonntag der Osterzeit

 

Einleitung

► Zum Anhören: 

Wir feiern den diesem Wochenende den siebten Sonntag der Osterzeit. Schön, dass du dabei bist und wir Gottesdienst feiern - zwar räumlich getrennt aber doch verbunden durch unseren Glauben. Die Osterzeit dauert jetzt schon sieben Wochen und läuft langsam auf die Zielgrade ein. Diese letzten Tage der Osterzeit laden uns ein, den Blick auf unser Leben und auf das Wirken des Heiligen Geistes zu legen. Denn wir leben weiterhin hier auf der Erde. Damit unser Leben gelingt, hat Jesus uns den Heiligen Geist als Beistand versprochen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass der Heilige Geist da ist, wenn wir jetzt Gottesdienst feiern und so beginnen wir diesen Gottesdienst.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Hören wir uns zur Einstimmung in den Gottesdienst doch folgendes Lied an:

GL 344

YouTube in Zukunft erlauben

Tagesgebet

► Zum Anhören: 

Barmherziger Gott,
   wir glauben, dass Jesus bei dir im Himmel ist und für uns eintritt.
Wir bitten dich, höre auf unser Gebet
   und lass uns erfahren,
   dass der Heilige Geist, den Jesus uns als Beistand versprochen hat,
   alle Tage bei uns ist bis zum Ende der Welt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Retter,
   der mit dir und dem Heiligen Geist lebt
   und uns Leben verheißt in Ewigkeit. Amen

Aus dem Johannes-Evangelium

Joh 17, 1–11a

► Zum Anhören: 

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht! Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war! Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen. Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast. Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.

GL 821

YouTube in Zukunft erlauben

Bonum est confidere in Domino, bonum sperare in Domino.
(Übersetzung: Es ist gut, auf den Herrn zu vertrauen; es ist gut, auf den Herrn zu hoffen)

Gedanken zum Evangelium

Zwischenexistenz
Christliches Leben spielt sich irgendwo im „Zwischen" ab. Im Zwischen von Himmel und Welt. Im Zwischen größter Gottesnähe und „Auf sich geworfen-sein". Dieses Spannungsfeld macht Jesus sehr schön im heutigen Evangelium deutlich. Im Kern handelt es sich um ein feierliches Gebet, in dem er noch einmal seine Mission vor Gott Vater bringt und für seine Jüngerinnen und Jünger betet. Dabei ist Jesus unsere menschliche Zwischenstellung deutlich bewusst und er bringt es ins Wort: Wir, die wir glauben und ihn als Gottes Sohn erkannt haben, gehören zu Jesus und zu Gott. Ziel unseres Lebens ist es, bei Gott zu sein. Und zugleich sind wir in der Welt. Das ist nun mal so. Der Autor des Johannes-Evangelium spricht oft vom Gegensatz zwischen Gott und der Welt. Einen Fallstrick müssen wir dabei umgehen: Wenn der Evangelist Johannes von der „Welt" spricht, meint er damit nicht unsere Geschöpflichkeit, unser Sehnen und Bemühen, alles materielle, sondern „Welt" ist für Johannes alles das, was Gottes Willen und Wesen nicht entspricht. Gott ist die Liebe (1 Joh 4,8). Nun geht es auf der Welt nun mal oft nicht liebevoll zu, sondern leider oft sogar genau andersrum. Und auf diese Welt geworfen erfahren sich Christinnen und Christen. Berufen bei Gott zu sein, in der Liebe zu sein, aber doch immer wieder mit Lieblosigkeit konfrontiert und auf einer unfertigen Welt. Christliches Leben ist wirklich Zwischenexistenz. Das ist nicht leicht zu leben, sondern viele Kräfte zerren an uns. Das unser Leben gut gelingen kann, hat Jesus uns den Heiligen Geist versprochen. Der Heilige Geist ist die Kraft, die uns zu mehr Leben und Liebe lockt. Ihm sollen wir folgen und Raum geben. Vielleicht kann das eine Frage für die nächsten Tage sein: Wo erfahre ich Liebe und wie gebe ich der Berufung zu Leben in Fülle Raum?

Fürbitten

► Zum Anhören: 

Wir sind Teil dieser Welt und gleichzeitig zu mehr berufen, denn auf der Welt läuft vieles nicht nach Gottes Plan. Halten wir Gott das hin, wo die befreiende Botschaft des Evangeliums notwendig ist und bitten ihn um seinen Beistand:

  • Für alle Menschen auf der Flucht, die keinen Ort finden, wo sie menschenwürdig leben können. Besonders beten wir für die Menschen in den Flüchtlingslagern in Griechenland. Gott, unser Vater.

Wir bitten dich, erhöre uns.

  • Für alle, die ausgebeutet werden und deren Rechte beschnitten werden. Besonders beten wir für die modernen Arbeitssklaven in einigen Fleischhöfen und landwirtschaftlichen Betrieben. Gott, unser Vater.
  • Für alle Kinder und Jugendlichen, die unter den Bedingungen der Corona-Krise Halt suchen und Bildung erfahren sollen. Besonders für die Kinder, die in prekären Verhältnissen aufwachsen müssen. Gott, unser Vater.
  • Für alle, die zu einer Risikogruppe gehören und auf Abstand bleiben. Besonders beten wir für alle, die unter großer Einsamkeit leiden. Gott, unser Vater.
  • Für die Trauernden und für unsere Toten. Besonders beten wir für alle, die vereinsamt sterben. Gott, unser Vater.

Sende deinen Geist, guter Gott, und erneuere das Antlitz der Erde. Wir danken dir für deine Liebe und loben dich in Ewigkeit. Amen

 

VaterUnser

Vater unser im Himmel
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet

► Zum Anhören: 

Guter Gott, wir bitten dich:
   schenke uns Zuversicht und Hoffnung.
Lass uns unser Leben immer mehr auf dich hin ausrichten
   und aus der Kraft des Heiligen Geistes leben, der uns zum Leben führen will.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.

Segen

► Zum Anhören: 

Der Segen des liebenden und dreifaltigen Gottes,
des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
komme auf uns herab und bleibe alle Zeit bei uns.
Amen.

Zum Abschluss des Gottesdienstes hören wir das folgende Lied:

GL 329, 1+3

YouTube in Zukunft erlauben

Das ist der Tag, den Gott gemacht,
der Freud in alle Welt gebracht.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.

Wir sind getauft auf Christi Tod
und auferweckt mit ihm zu Gott.
Uns ist geschenkt sein Heilger Geist,
ein Leben, das kein Tod entreißt.

Jetzt Spenden

Wenn Sie Ihre Spende überweisen möchten:
Spenden zur Weiterleitung
DE94 3565 0000 0000 1628 00 + Verwendungszweck

Spenden an die Gemeindecaritas
DE39 3565 0000 0000 2110 29

Für das Frühstücksprojekt der KiTas besteht die Möglichkeit der Online-Spende über das Spendenportal der DKM. Bitte folgen Sie dem LINK.

Pfarrbüro Sankt Nikolaus

Katholische Kirchengemeinde Sankt Nikolaus
Martinistraße 10a
46483 Wesel

zurzeit nur postalisch, telefonisch oder per E-Mail erreichbar 

Tel. 0281 300 2669 111
service@sanktnikolaus-wesel.de

Mo.-Do.: 09:00 - 12:00
  15:00 - 18:00
Fr.-Sa.: 09:00 - 12:00

Büroleitung: Sigrid Hochstrat

Veröffentlichungen: 
Petra Klingberg
Tel: 0281 300 2669 117
petra.klingberg@sanktnikolaus-wesel.de