Das Monatsprojekt

Mit Beginn des neuen Jahres 2020 nehmen wir in unserer ganzen Pfarrei eine gute Tradition aus der früheren Antonius-Pfarrei auf: die MONATSPROJEKTE. Ursprünglich hatte der Ausschuss für Mission, Entwicklung und Frieden an der Sankt Antonius-Kirche die Monatsprojekte initiiert. Dabei wird im jeweils aktuellen Monat für ein bestimmtes Hilfsprojekt im Sonntagsgottesdienst kollektiert und Spenden gesammelt. Mit Beginn dieses Jahres gibt es also in ganz Sankt Nikolaus ein Monatsprojekt.

Und so können Sie das Monatsprojekt durch eine Geldspende unterstützen:

  • einmal im Monat wird Kollekte für das jeweilige Projekt gehalten. Der Termin wird im Sonntagsbrief bekannt gegeben.
  • Sie überweisen ihre Spende auf das Konto der Kirchengemeinde Sankt Nikolaus Wesel und wir sorgen für die Weitergabe.  IBAN DE94 3565 0000 0000 1628 00 Verwendungszweck Monatsprojekt + Monat. Sofern sie eine Spendenbescheinigung wünschen, muss ebenfalls Name und Anschrift angegeben werden.  

Monatsprojekt Mai: Hilfe für Menschen im Südsudan 

Mit dem Monatsprojekt im Mai 2020 engagieren wir uns für die Menschen im Südsudan. Die eingegangenen Spenden werden aufgeteilt. Mit der einen Hälfte unterstützen wir Pater Gregor Schmidt in seiner Arbeit im Bildungssystem. Mit der anderen Hälfte helfen wir die Initiative Pater Stephan.

Pater Gregor Schmidt: Bildungsarbeit in Old Fangak / Südsudan

Pater Gregor Schmidt ist einer von 50 Comboni-Missionaren im Südsudan. In dem seit Jahrzehnten von Krieg gebeutelten Land versuchen sie den Menschen durch den Aufbau von Schulen und medizinischer Versorgung etwas Stabilität und Perspektive zu geben.

Mehr als 85 Prozent der Südsudanesen können weder lesen noch schreiben. Durchschnittlich gibt es nur einen Lehrer für 1000 Kinder und nur zwei Prozent der 1,3 Millionen Schüler schließen die Grundschule ab.

2013 beschlossen die Comboni-Missionare, darunter Pater Gregor Schmidt, in Old Fangak eine eigene Schule zu errichten, da die Regierung der Bevölkerung keine angemessenen Bildungsangebote bereitstellt. Old Fangak liegt in der Region Fangak County im Nordwesten des Bundesstaates Jonglei / Südsudan. Unermüdlich setzen sich die Missionare für die Ausbildung und adäquate Bezahlung von Lehrern ein, für den Bau von Klassenzimmern, für die Beschaffung und Erstellung von Unterrichtsmaterialien. Oft müssen hier die Bücher erst in der Sprache der Nuer verfasst und gedruckt werden. Darüber hinaus soll das Bewusstsein für den Wert der Bildung geschärft bzw. geweckt werden. In einer Kultur wie die der Nuer, die auf dem Austausch von Vieh und auf Heirat basiert, ist dies eine große Herausforderung. „Eine funktionierende Schule zeigt unmittelbare Ergebnisse. Die Lehrer können für sich geltend machen, dass ihr Dienst das Leben von vielen Kindern ändert." (P. G. Schmidt)

Old Fangak bietet bislang die einzige Schule von Fangak County, an der man einen Grundschulabschluss machen kann.

 

SOLIDARITY College Graduierungsfeier in Old Fangak im März 2018 mit 44 Lehrern

Die Initiative Pater Stephan e.V.: – Hilfe für die Nuba im Südsudan

Wir unterstützen seit einigen Jahren mit einem Monatsprojekt die „Initiative Pater Stephan e.V.", bisher bezeichnet als Initiative Sudan / Südsudan. Pater Stepan Senge engagiert sich mit dieser Initiative seit vielen Jahren für das Volk der Nuba, das in der jüngeren Vergangenheit stark unter dem Bürgerkrieg im Sudan gelitten hat. Der Sachausschuss Mission-Entwicklung-Frieden hat über dieses Projekt schon mehrfach berichtet. Die Hilfe der Initiative Pater Stephan e.V. beruht auf dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Schulen und Ausbildungsstätten schaffen eine Grundlage, welche Menschen im Südsudan jenseits von Armut, Verelendung und dem Vegetieren in Flüchtlingscamps die Möglichkeit bietet, Orientierung für ein eigenständiges und erfülltes Leben ohne Not und ständige Angst zu entwickeln.

Aktuell benötigt die St. Josephs Secondary School in Gidel dringend finanzielle Mittel für die Errichtung eines Mädchen-Wohnheims im Internat. Zurzeit müssen die Schülerinnen noch in Zelten leben.

Es gibt in der Region Zeichen des Wandels zu religiöser Toleranz. Im Sudan haben Christen 2019 erstmals seit Jahren wieder öffentlich Weihnachten gefeiert. Landesweit kündigten Kirchenglocken Gottesdienste an, nachdem die Übergangsregierung den ersten Weihnachtstag spontan zum Feiertag erklärt hatte. In der Hauptstadt Khartum zogen die Bewohner in einem „Marsch für Jesus" durch die Straßen und die Interimsregierung, die nach dem Sturz von Langzeit-Präsident Omar al-Bashir im April an die Macht gekommen war, rief zum Zusammenhalt zwischen Sudans Religionsgemeinschaften auf. Ministerpräsident Abdalla Hamdok versprach laut einem Zeitungsbericht, man wolle religiöse Vielfalt respektieren und „allen Sudanesen ermöglichen, ihr Leben in einer sicheren und würdevollen Umwelt zu führen". Zudem habe sich ein Regierungsvertreter bei Sudans Christen für die „ungerechte" Behandlung durch das Bashir-Regime entschuldigt. Al-Bashir hatte den Sudan zu einem muslimischen Gottesstaat erklärt.

Miriam Ramírez und Thomas Bors

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Für das Frühstücksprojekt der KiTas besteht die Möglichkeit der Online-Spende über das Spendenportal der DKM. Bitte folgen Sie dem LINK.

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